Der Ehevertrag

Auch wenn der Ehevertrag auf den ersten Blick einen negativen Beigeschmack hat, ist es oft ratsam einen solchen Vertrag bei der Eheschließung aufzusetzen, denn im Falle einer Trennung oder Scheidung schützt dieser vor oft langen gerichtlichen Auseinandersetzungen und sichert zugleich die persönlichen und finanziellen Interessen der Vertragsparteien.

Doch was kann durch einen Ehevertrag geregelt werden?

Grundsätzlich herrscht auch bei einem Ehevertrag der Grundsatz der „Vertragsfreiheit“. Allerdings muss beachtet werden, dass es gesetzliche Regelungen gibt, die nicht umgangen werden können. Diese Fallstricke, die einen Ehevertrag unwirksam werden lassen, können durch die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts umgangen werden. Lassen Sie sich am besten umfassend beraten.

Beachten Sie: Ein Rechtsanwalt ist für den Ehevertrag nicht zwingend erforderlich. Damit alle individuellen Gegebenheiten umfassend berücksichtigt werden, sollten Sie allerdings einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Achtung: Der Ehevertrag bedarf zwingend einer notariellen Beurkundung, § 1410 BGB!

1. Güterstandsvereinbarung

Sollten Sie keinen Ehevertrag aufsetzen, gilt für Sie nach der Scheidung der gesetzlich vorgesehene Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Diesen Güterstand können Sie ändern und entweder

  • Gütertrennung oder
  • Gütergemeinschaft

vereinbaren. Welcher Güterstand für Sie am sinnvollsten ist, hängt von Ihren persönlichen Wünschen, aber auch von Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen vor und in der Ehe ab.

2. Unterhaltsansprüche

Im Ehevertrag kann vorab geregelt werden, wer unterhaltspflichtig ist und wer mit der Versorgung der gemeinsamen Kinder beauftrag wird.

3. Versorgungsausgleich

Ohne eine Regelung zum Versorgungsausgleich im Ehevertrag, finden nach der Scheidung ein Ausgleich der während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften statt.

Ausnahme: Die Ehe bestand nicht länger als drei Jahre.

Insbesondere im Hinblick auf den Ausschluss des Versorgungsausgleichs muss darauf geachtet werden, dass durch die Vereinbarung keine evident einseitige und durch individuelle Gestaltung der ehelichen Lebensverhältnisse nicht gerechtfertigte Lastenverteilung entsteht. Der belastete Ehegatte muss diese Regelung nicht hinnehmen.

Gerne beraten wir Sie umfassend bei der inhaltlichen Gestaltung Ihres Ehevertrages.

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